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Schaltstelle
Wie anforderungsreich und vielseitig die Arbeit der Älpler ist
Alpsaison. Ein Alpsommer dauert 90 bis 120 Tage. Die "Saisonniers" auf der Alp müssen flexibel schalten und walten, auch weil jeder Alpsommer anders ist:
- Die Herde ist jedes Jahr neu zusammengesetzt. In einem Jahr ist sie leicht zu hirten, in einem andern Jahr schwierig.
- Die Witterung wirkt sich auf den Wuchs der Weiden aus. Die Weidewirtschaft ist den Bedingungen laufend anzupassen. Lange dauerndes Regenwetter kann auch für die Menschen zum physischen und psychischen Härtetest werden.
- Wo das Älplerteam wechselt, muss es rasch lernen, gut zusammenzuarbeiten. Anfangs sind am meisten Schwierigkeiten zu überwinden: Vieles ist neu und ungewohnt, die Herde ist noch fremd und schwierig zu treiben, die Kühe geben im Frühsommer am meisten Milch und mehr Arbeit als später.
Alparbeiten. Für geübte Älpler hat das Leben und die nicht nach einer Agenda planbare Arbeit auf der Alp einen besonderen Reiz. Alparbeiten sind vielseitig:
- Die Weiden von Holz und Steinen säubern, einzäunen, Unkraut bekämpfen, den Weidewechsel planen und durchführen.
- Die Tiere treiben, beobachten, pflegen, füttern, melken, einstallen und auslassen. Ställe entmisten.
- Die Milch abtransportieren oder zu Milchprodukten verarbeiten, Käse pflegen.
- Die Maschinen, Einrichtungen und Geräte in Gang halten. Die Wasserversorgung in Stand halten, die Gebäude, Brücken und Wege unterhalten
- Den Haushalt führen, Brennholz rüsten, kochen, putzen.
Alppersonal. Älpler und Älplerinnen müssen vielseitig, flexibel und belastbar sein. Wer mit der Landwirtschaft und den lokalen Verhältnissen vertraut ist, hat es leichter. Heute arbeiten oft auch landwirtschaftsfremde Leute aus dem Unterland auf Alpen. Der Alpverwalter tut gut daran, im Voraus mit einem Vertrag das Team als Ganzes für die Erfüllung aller Aufgaben während des Alpsommers verantwortlich zu machen.
