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Lebenslicht
Wo dank der Landwirtschaft die Biodiversität gewachsen ist
Wo der Mensch einst Wald rodete und das Land kultivierte, gab es Licht und Lebensraum für eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren, z.B. in Wiesen, Obstgärten, Hecken. Die Biodiversität hat dank der Landwirtschaft zugenommen. Bis 1850.
Licht gibt Leben
Wer durch einen Wald wandert, sieht: In den dunklen Waldpartien ist das Pflanzenleben eher eintö-nig. Auf einer Waldlichtung findet man dagegen eine Vielzahl von Kräutern, Sträuchern, Blumen, Beeren. Und wer sich hier – an einem warmen Tag – auf den Boden legt, nimmt das krabbelnde, summende, flatternde, fliegende Insektenleben wahr. Das zeigt: Licht fördert die Artenvielfalt.
Landwirtschaft schafft Artenvielfalt
Die frühere extensiv arbeitende Landbewirtschaftung hat ohne oder mit wenig Düngestoffen und Pflanzenschutzmitteln gearbeitet und viele verschiedene Kulturen auf kleinem Raum gepflegt: Wie-sen, Getreideäcker, Gemüsefelder, Obstgärten, Hecken. Diese Art der Landwirtschaft hat eine reiche Begleitflora aufkommen lassen. Über die Jahrhunderte hat sich die Artenvielfalt an günstigen Standor-ten stetig ausgeweitet.
Kehrseite und Wendepunkt
Was wunderschön und idyllisch tönt, hat auch eine Kehrseite: Bei dieser extensiven Landwirtschaft hat die Bevölkerung immer wieder Nahrungsmittelmangel und auch Hungersnot erlitten. Im 19. Jahr-hundert hat man begonnen, die Landwirtschaft zu modernisieren, zu intensivieren und die Lebensmit-telversorgung sicherer zu machen. Mit Folgen für die Artenvielfalt: Sie hat sich allmählich verringert.
