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Alarmzeichen

Was es für die Biodiversität braucht


Die Biodiversität nimmt weiter ab. Im Berggebiet verschwinden artenreiche Wiesen, weil sie nicht mehr oder zu intensiv genutzt werden. Im Talgebiet sind viele Ökoinseln zu klein oder isoliert. Die Politik und die Bauern sind gefordert.

Erfolge und Grenzen
Im Berggebiet der Schweiz sind heute 14 Prozent, im Talgebiet 9 Prozent des landwirtschaftlich genutzten Lan-des Ökoausgleichsflächen. Seit den 1990er Jahren wächst in der Schweizer Landwirtschaft das Wissen, wie man mit der Natur wirtschaftet. Der ökologische Wert der Ausgleichsflächen steigt, zum Beispiel indem man-chenorts die Standorte bewusster gewählt, extensive Wiesen umgebrochen und mit Wiesenblumen neu ange-sät, Krautsäume auf Dauer angelegt werden. Und trotzdem: „Immer mehr Tier- und Pflanzenarten werden in der Schweiz selten oder sterben aus“, stellt die Naturschutzorganisation „Pro Natura“ fest.

Zersiedelung stoppen
Vor allem im Mittelland wird die freie Landschaft mit Industrie- und Wohnbauten und Verkehrswegen überbaut. Jährlich verschwinden in der Schweiz rund 40 Quadratkilometer Land unter Beton und Asphalt. Die Ökoinseln in der Schweiz werden kleinflächiger und isolierter. Für die biologische Vielfalt braucht es aber grosse, zusam-menhängende Landschaftsräume. Die Orts- und Regionalplanung ist gefordert ... und wir alle, indem wir (jede und jeder einzelne) bewusst den übermässigen Wohnraumbedarf und die Mobilitätssucht begrenzen.

Nutzungsansprüche koordinieren
Mit Landschaftsentwicklungskonzepten (LEK) koordiniert man regional die verschiedenen Nutzungs-ansprüche an die Landschaft – die Ansprüche der Land- und Waldwirtschaft, des Naturschutzes, des Verkehrs, des Siedlungsbaus und der Industrie. Im Interesse der Natur werden im Rahmen eines LEK Gewässer geschützt, Freiräume ausgeschieden, natürliche Räume und Elemente erhalten.

Ökoqualität und Vernetzung fördern
2001 hat der Bund die Ökoqualitätsverordnung (ÖQV) in Kraft gesetzt. Ökologisch besonders wertvolle Wiesen, Hochstamm-Feldobstbäume und Hecken werden mit zusätzlichen Zahlungen honoriert. Die ÖQV fördert zudem die Vernetzung der ökologischen Ausgleichsflächen untereinander und mit natürlichen Landschaftselementen – mit Gewässern, Waldrändern, Hecken. Die Bauern sind gefordert, diese Massnahmen auf ihren Betrieben zu realisieren.

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