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Ökoinseln

Wie wir der Biodiversität Inseln schaffen

Schweizer Landwirte müssen 7 % ihres Landes als ökologische Ausgleichsflächen ausweisen: Ma-gerwiesen, Hecken, Krautsäume, Buntbrachen, Obstgärten, Steinhaufen, .... Damit leisten sie ihren Beitrag an die Erhaltung der Biodiversität.

Raum für die Artenvielfalt
98 Prozent des Schweizer Landwirtschaftslandes wird nach den Normen für den ökologischen Leistungsnach-weis (ÖLN) bewirtschaftet. Nur Landwirte, die diese Normen erfüllen, haben Anrecht auf die Direktzahlungen des Bundes. Der ÖLN enthält Vorschriften zu einer boden- und naturschonenden Produktion und bestimmt, dass mindestens sieben Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen ökologische Ausgleichsflächen sind, auf denen Wildpflanzen und Tiere Lebensraum finden. Ausgleichsflächen sind unter anderem:

Extensiv genutzte Wiesen und Weiden
Extensiv genutzte Wiesen und extensive Weiden werden nicht gedüngt und schonend genutzt. So können viele Pflanzen aussamen und sich vermehren. In qualitativ hochwertigen extensiv genutzten Wiesen gedeihen 40 bis 60 Pflanzenarten und ein entsprechend reiches Tierleben. Von jeder krauti-gen Pflanzenart sind ihrerseits 25 bis 50 Insektenarten abhängig.

Hecken
Wertvolle Hecken und Waldränder bestehen aus einheimischen Pflanzenarten, die zu verschiedenen Zeiten blühen und Früchte tragen. Insekten, Kröten, Fledermäuse, Vögel, Mäuse, Hermelin, Igel fin-den hier einen Lebens-, Vermehrungs- und Überwinterungsraum.

Buntbrachen
Buntbrachen werden in Äckern für zwei bis sechs Jahre ausgesät. Hier wachsen selten gewordene Ackerbegleitkräuter, zur Blütezeit eine Insekten- und eine Augenweide. Im Winter dann sind die ab-gestorbenen Pflanzen vielen Insekten, Vögeln und anderen Wildtieren Nahrungsquelle und Unter-schlupf.

Krautsäume
Neu werden entlang von Äckern und Wiesen mindestens 5 Meter breite Krautsäume angesät, speziel-le Mischungen mehrjähriger Kräuter. Diese Krautsäume sind auf Dauer angelegt, es werden weder Stickstoff noch Herbizide ausgebracht und jährlich wird nur ein Drittel der Fläche gemäht. So finden Insekten und andere Wildtiere Nahrung und einen sicheren Lebensraum.

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