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Sandgut

Wie der Bauer eine Buntbrache anlegt.

 

Wahl der Fläche. Für Buntbrachen eignen sich sonnige Standorte mit wenig Blacken, Disteln, Quecken und andern zähen Wurzelkräutern. Ideal sind Standorte, die sich mit benachbarten naturnahen Lebensräumen vernetzen lassen. Im Interesse der Natur liegt die Brache mit Vorteil abseits von Spazierwegen, ungestört von den Menschen. Der Bauer wird bei der Anlage der Brachefläche auch darauf achten, dass er damit ein asymmetrisches Feld begradigt, damit es sich maschinell gut bewirtschaften lässt.

Frühe Saat. Gesät wird möglichst früh, spätestens bis Ende April, weil die meisten Pflanzen der Brachemischungen ungewohnt lange brauchen, bis sie keimen. Da können unerwünschte Unkrautsamen im Boden vorher keimen und einen Wachstumsvorsprung bekommen. Brachen kann man auch im Herbst säen, dann vergrasen sie aber schneller als die Frühlingssaat.

Spezielle Samenmischungen. Der Bauer muss die von den Forschungsanstalten empfohlenen speziellen Mischungen mit einheimischen Wildkräutern ansäen. Die Mischungen enthalten früh- und spätblühende, einjährige und mehrjährige Pflanzenarten.

Zwei Saatverfahren. Kleine Flächen sät der Bauer von Hand an, wie oben beschrieben. Für grössere Flächen benutzt er eine pneumatische Sämaschine; sie bringt die sperrigen, unterschiedlich grossen Samen mit Druckluft aus.

Bewusste Pflege. Eine Buntbrache blüht in den ersten Jahren am buntesten. Vom dritten Jahr an breiten sich die Gräser zunehmend aus und verdrängen die Kräuter. Von Anfang an muss der Bauer die Unkräuter unter Kontrolle halten, in IP-Betrieben kann er sie – einzelstockweise – chemisch bekämpfen, auf Biobetrieben muss er die unerwünschten Wurzelkräuter von Hand ausstechen. Brachen werden nicht gedüngt und bleiben möglichst auch über den Winter stehen. So können die Pflanzen versamen und die Insekten und andere Tiere behalten ihren Unterschlupf.

Weitere Infos: www.ufa-samen.ch

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