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Blumenreich

Wie sich auf Wiesen Natur und Kultur wieder finden

 

Extensiv genutzte Wiesen werden nicht mehr gedüngt. Im Sommer werden sie zwei oder drei Mal gemäht und – bei trockenem Wetter – einmal im Herbst mit Rindern kurz beweidet. Der Termin des ersten Schnitts im Lauf des Monats Juni wird so bestimmt, dass die Gräser und Blumen verblühen und aussamen können.

In der Natur besteht eine Wiese aus Gräsern und Kräutern (zu denen die Wiesenblumen gehören). Auf intensiv bewirtschafteten Wiesen entwickeln sich aber hohe und dicht stehende Gräser. Sie verdrängen die Kräuter. Daher sind die Feldblumen vielerorts verschwunden. Ohne Düngung ändert sich der Grasbestand, niedrigere Gräser und Blumen kommen auf. Wenn sie aussamen, können sie sich wieder vermehren.

Bunt und reich an Blumen wird aber eine Wiese erst nach mehreren Jahren, an Standorten mit entsprechenden Bodeneigenschaften, bei bestimmter Sonneneinstrahlung und mit bewusster Bewirtschaftung. Dann kann sich das gewünschte Blumenreich ansiedeln, dazu eine summende, sirrende, gaukelnde Insektenwelt und bodenbrütende Vögel, zum Beispiel die Feldlerche und der Wachtelkönig.

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