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Denkwende

Bauernfamilien auf dem Weg, sich zurück auf die Zukunft zu besinnen

 

Landwirtschaft hat seit jeher zum Ziel, Nahrungsmittel zu produzieren. In den Jahrzehnten des ungebremsten Wachstums nach 1950 haben die Bauernfamilien der Schweiz ihre Produktion so gesteigert, dass zum Schluss der Überfluss zum Problem wurde.

Kopfwäsche. Jetzt hat die Produktion plötzlich weniger Stellenwert und die Preise für Produkte vom Bauernhof sinken unter dem Druck der Globalisierung massiv. Anderseits werden den Bauern neue gemeinwirtschaftliche Aufgaben übertragen und von der Öffentlichkeit abgegolten, zum Beispiel die extensive Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden. Viele Landwirte haben nach wie vor Mühe, das zu verstehen. Auf vielen Höfen wird es dazu einen Generationenwechsel brauchen.

Sieben Prozent ökologische Ausgleichsfläche muss ein Betrieb ausweisen, wenn er die Direktzahlungen des Bundes beziehen will. Es gibt Bauern, die mehr ökologische Ausgleichsflächen pflegen. Die Sensibilisierung für die Bedürfnisse der Natur wächst in der Landwirtschaft. Nur: Für die Bauernfamilie muss unter dem Strich die Rechnung aufgehen, damit der Betrieb weiter besteht.

Umstellung. Bauern, die Wiesenflächen neu extensiv nutzen wollen, melden dies dem Bund auf dem Direktzahlungs-Formular, mit dem sie eine Vereinbarung für mindestens 6 Jahre treffen. Der Termin für den ersten Schnitt der Extensivwiese wird jährlich festgelegt, den Vegetationsverhältnissen und dem jeweiligen Pflanzenbestand entsprechend.

Förderung der Qualität. Damit die Bauern ökologisch wertvolle Flächen ausscheiden, nicht einfach unproduktive Parzellen, die ökologisch wertlos sind, hat der Bund im Mai 2001 eine Öko-Qualitätsverordnung in Kraft gesetzt. Für Ausgleichsflächen von hoher biologischer Qualität oder Parzellen, die zur Vernetzung von Ökoflächen wichtig sind, können die Bauern beim Kanton Qualitätsbeiträge beantragen. Zur Beurteilung der  biologischen Qualität hat der Bund Beurteilungskriterien und einen Bestimmungsschlüssel ausgearbeitet.

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