Inhalt - Dichterwerk

Dichterwerk

Wie die Bauern die Hecken pflegen.

 

Wirtschaftlichkeit. Hecken pflegen heisst: Hecken schneiden. Die Bauern bekommen für die Pflege ihrer Hecken ökologisch begründete Direktzahlungen vom Bund, zum Teil auch vom Kanton. Diese sind so bemessen, dass die Bauern rationell arbeiten müssen. Günstig ist, dass die Bauern die Hecken im Winter schneiden können, wenn sie auf den Feldern weniger Arbeit haben.

Pflegeziele. Der Schnitt soll Hecken verjüngen, einzelne Arten fördern, den Schattenwurf mindern und die Hecke seitlich in Grenzen halten. Ohne Schnitt wächst die Hecke immer weiter. Sie überaltert, wird innen hohl und bricht in sich zusammen. Ökologisch ist das zwar wertvoll. In unserer intensiv genutzten Landschaft fehlt aber an den meisten Orten der Platz für solch paradiesisches Wachsen und Wuchern.

1. Methode: Einkürzen. Der Bauer kann Niederhecken kostengünstig mit einem Schlegelmäher schneiden. Der Schlegelmäher ist ein Mähwerk, das mit einem Arm an einem Traktor befestigt und beweglich einsetzbar ist (man kann ihn etwa beim Mähen von Böschungen beim Strassenunterhalt beobachten). Aus ökologischer Sicht ist die Pflege mit dem Schlegelmäher ebenso gut wie die Handarbeit. 

2. Methode: Selektiv durchforsten. Der Bauer schneidet einzelne Strauch- und Baumarten gezielt zurück oder weg. So kann er unerwünschte Straucharten entfernen und wertvolle Dornenstäucher fördern. Diese Methode ist aufwändig.

3. Methode: Auf den Stock setzen. Alle Sträucher werden 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden abgesägt. Pro Jahr darf man aber höchstens ein Drittel der Hecke so schneiden. Wer das Astwerk alle 5 bis 10 Meter zu Haufen aufschichtet, schafft den Tiere einen Unterschlupf, bis die Hecke nachgewachsen ist.

Dichte Hecken. Dichte Hecken mit vielen Dornensträuchern bieten den Tieren den besten Schutz vor Feinden. Der Anteil Dornenpflanzen in einer Hecke ist ein Massstab für deren Qualität: Je mehr Dornen, desto besser ist die Hecke.

Fusszeile