Inhalt - Spiessgesellen
Spiessgesellen
Wie sich in den Hecken Mensch und Natur begegnen
Gehölzstreifen. Hecken durchziehen als Gehölzstreifen aus Sträuchern und einzelnen Bäumen die Landschaft. Ein Krautsaum – das ist ein drei Meter breiter Wiesenstreifen, der nur alle zwei Jahre gemäht wird – bildet den Übergang zum intensiv genutzten Kulturland. Hecken sind zum Teil spontan an nicht bewirtschafteten Orten entstanden, zum Teil wurden sie vom Menschen bewusst angepflanzt.
Lebhag. Früher begrenzten Hecken – so genannte Lebhäge – einzelne Landstücke und dienten als Windschutz und Viehzaun. Sie lieferten Brennholz, Nutzholz sowie Laub als Viehfutter und zur Einstreu im Stall. Sie waren Sammelort für Beeren, Nüsse, Früchte und Heilpflanzen.
Naturinseln. Heute bringen uns Hecken anderen Gewinn: Sie verschönern als Naturelemente unsere stark genutzte und überbaute Landschaft. Sie bilden Naturinseln – dem Menschen zur Freude und Erholung, wilden Tieren und Pflanzen als Lebensraum, als Nahrungsquelle und Zufluchtsort.
Ökowert. So sind Hecken heute vor allem ökologisch von Nutzen: Sie können Teil eines natürlichen Netzwerks sein, können den Tieren und Pflanzen als Verbindungswege dienen. Sie können auch Hänge und Böschungen entlang von Strassen, Bächen und Flüssen befestigen und das Land vor Erosion schützen.
Niederhecken. Niederhecken wachsen nur ein bis drei Meter hoch. Für Heckenvögel und andere Tiere sind sie wertvoll, wenn mehr als die Hälfte der Pflanzen Weissdorn, Schwarzdorn und Heckenrosen sind. Niederhecken werden alle ein bis drei Jahre zurück geschnitten.
Hochhecken. Hochhecken bestehen aus hoch wachsenden Sträuchern und Bäumen, zum Beispiel Weide, Traubenkirsche, Feldahorn, Hasel. Hochhecken unterteilen die Landschaft und bilden Kammern. Sie werden alle fünf bis zehn Jahre geschnitten.
Baumhecken. Baumhecken sind ein- oder mehrreihige Baumreihen, zum Teil von Sträuchern gesäumt. Sie sollen alle 15 bis 30 Jahre durchforstet werden. Ökologisch wertvoll ist, wenn dabei alte Höhlenbäume stehen bleiben.
