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Triebleben
Warum der Baumschnitt die Kirschen grösser und schöner macht
Saftstrom. Der Schnitt hält den Baum jung. Im geschnittenen Zweig staut sich der Saftstrom, und es bilden sich neue Triebe, die zu jungen Zweigen auswachsen. Im jungen Holz strömt der Saft am stärksten, und die Früchte wachsen kräftig heran. Nach dem Baumschnitt kommen auch mehr Licht und Luft ins Bauminnere. Mehr Licht fördert das Wachstum der Früchte, sie werden grösser. Mehr Luft lässt die Früchte nach Regen rascher abtrocknen, sie bleiben gesund und schön.
Schnitttechnik. Das Dreieck ist ein Grundprinzip des Schneidens: Der junge Baum wird auf einen Mitteltrieb und drei Leitäste geformt. Die Leitäste sind dem Mitteltrieb untergeordnet und werden kürzer geschnitten. Wenn man die Spitze des Mitteltriebes mit den Spitzen von jeweils zwei Leitästen miteinander verbindet, entsteht ein Dreieck. Die Leitäste und ihre Zweige werden nach demselben Prinzip geschnitten.
Winterarbeit. Bäume werden von Dezember bis März geschnitten. Wer vor Weihnachten schneidet, beschädigt keine Knospen, da diese dann noch nicht getrieben haben. Im März verheilt dafür die Schnittwunde rasch, weil die Säfte schon wieder kreisen. Bäume schneiden – das kann jede und jeder. Bäume gut schneiden – das ist eine Kunst. Das Wissen lässt sich in Kursen erlernen, das Können kommt mit jahrelanger Übung.
