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Kurlaub
Welche Vorteile die Kunstwiesen dem Ackerbauern bringen.
Stickstoff anreichern. Sichtbar wird die Wirkung der Kunstwiese besonders im Jahr nachher: Weizen nach Kunstwiese wächst deutlich grüner heran. Der Grund: In den Kleewurzeln vermehren sich Knöllchenbakterien. Sie binden pro Hektare bis zu 200 Kilogramm Reinstickstoff, das entspricht 750 Kilogramm Ammonsalpeter. Dank der dauernden Bodenbedeckung durch die Grasnarbe hält der Boden mehr Stickstoff zurück. Kunstwiesen vermeiden Bodenerosion und Nitratauswaschung.
Boden lockern. In jahrelang bedeckter, durchwurzelter Erde gedeiht ein reiches Bodenleben. Sichtbar und messbar wird es an der Zahl der Regenwürmer; sie kann sich in drei Jahren verdoppeln. Die Bodenlebewesen ernähren sich von der organischen Substanz im Boden. Sie bilden Humus und machen die Erde luftig und krümelig – das heisst, die Bodenteilchen haften locker zusammen. Ein gesunder Boden lässt wegen der vielen senkrechten Wurmgänge das Wasser rasch versickern, er speichert dann das Wasser und gibt es allmählich an die Pflanzen ab. Ein gesunder Boden enthält auch viel Sauerstoff. Dieser aktiviert die Bodenlebewesen noch mehr, und das kommt wiederum den Pflanzen zugute.
Krankheiten eindämmen. Während der Kunstwiesen-Kultur gehen verschiedene Krankheitserreger zurück (z.B. Getreide-Fusskrankheiten und Fadenwürmer), die das Getreide und andere Ackerfrüchte schädigen. Ein Nachteil der Kunstwiese ist allerdings, dass sich die Drahtwürmer vermehren. Sie bohren sich im Folgejahr in die Kartoffeln oder fressen die zarten Zuckerrüben-Keimlinge.
Unkräuter unterdrücken. Wenn die Grasnarbe der Kunstwiese dicht und geschlossen ist, unterdrückt sie bestimmte Ackerunkräuter, die man dann in der Folgekultur nicht bekämpfen muss. Gewisse hartnäckige Unkräuter kommen aber auch in der Kunstwiese auf, z.B. die Blacken. Der Bauer muss sie entfernen.
