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Löwenzahl

Wie eine Kunstwiese viel gutes Futter liefert.

 

Pflanzenzusammensetzung. Es gibt verschiedene Kunstwiesen-Mischungen, abgestimmt auf trockene und feuchte Böden, tiefere und höhere Lagen und auf die Nutzungsdauer von ein bis vier Jahren. Die Mischungen bestehen aus Gras- und Kleearten. Im Frühjahr spriessen die Gräser stark, der Klee ist weniger sichtbar. Im Sommer blüht der Klee weiss oder rot, die Gräser sind dann in der Sommerdepression und wachsen schwächer. Mit häufigem Schnitt und wenig Stickstoffdüngung erhöht der Bauer den Kleeanteil auf das gewünschte Mass; mit weniger Schnitten und mehr Stickstoff fördert er die Gräser.

Nutzung der Kunstwiese. Das Kunstwiesenfutter wird eingegrast und frisch verfüttert oder zu Heu und Silage konserviert. Kunstwiesen werden auch als Weide genutzt. Im Frühjahr regt der Tritt der Tiere die Bestockung der Gräser an: Sie bilden dichtere Wurzelstöcke und behaupten sich besser gegenüber den Kräutern.

Schnittzeitpunkt  und Futterwert. Kunstwiesen werden im Frühjahr jung geschnitten, wenn die Gräser eben ihre Blütenstände bilden. Dann enthält das Futter am meisten Zucker und Eiweiss, es hat einen hohen Nährwert, ist schmackhaft und leicht verdaulich. Die Kühe fressen mehr und geben mehr Milch als mit älterem Futter.

Die Kunstwiese altert. Schon vom zweiten Jahr an keimen Kräuter an offenen Stellen in der Wiese und füllen mit ihren breiten Blättern die Lücken. Es gibt wertvolle Futterkräuter (Löwenzahn) und wertlose (Blacke). Wie oben beschrieben, zeigt der Löwenzahn an, wie alt eine Kunstwiese ist. Der Bauer wartet nicht zu lange. Er bricht die Kunstwiese um, nach dem Grundsatz: "Pflüge eine Kunstwiese, wenn sie dich noch reut".

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