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Spiegelbilder

Was Landschaft uns alles zeigt


Die Landschaft vor Augen: Die Felder reden von der Arbeit der Bauern. Die Kulturen zeigen die Kraft des Bodens. Die Farben spiegeln die Jahreszeiten. Und die Häuser, Strassen, Masten? Offenbaren unser aller Fühlen, Denken und Handeln.

Unterwegs
Wer über Land fährt oder wandert, begegnet dem, was hier steht, wächst, sich verändert. Die Land-schaft ist ein Spiegelbild unserer Art zu wirtschaften und zu leben.

Die Felder
Die Felder zeigen den Trend zur Rationalisierung und zunehmender Produktivität in der Landwirt-schaft: In den letzten Jahrzehnten sind sie auffällig grösser geworden. Mais dominiert vielerorts das Bild. Der Ackerbau konzentriert sich auf die günstigsten Böden und schwindet in den weniger geeig-neten Gebieten. Die Vielfalt der Kulturen geht zurück. Strukturelemente wie Einzelbäume, Hecken, Steinhaufen verschwinden. Steile Wiesen werden nicht mehr gemäht und verbuschen.

Die Kulturen
Die Kulturen offenbaren dem landwirtschaftlichen Praktiker Eigenheiten des Bodens. Weizen und Zuckerrüben zum Beispiel lieben tiefgründige Böden. Reben stehen eher auf kargen, steinigen Bö-den. Kunstwiesen wachsen auf ackerfähigem Land. Der Pflanzenbestand der Wiesen und ihre Farbe sagt aus, wie sie gedüngt sind. Die Farben der landwirtschaftlichen Kulturen und der Wälder erinnern uns an den laufenden Wechsel der Jahreszeiten.

Die Häuser, Strassen, Masten
Häuser wurden früher je nach Region anders gebaut; der Baustil liess Schlüsse zu auf die Lebensweise der Menschen. Seit wenigen Jahrzehnten gleicht sich die Architektur der Häuser grossräumig an, ein Spiegelbild unserer Mobilität seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mobilität und unser energieaufwendiger Lebens-stil spiegeln sich ebenfalls in der Landschaft: Wir decken sie mehr und mehr zu mit Häusern und Industriebau-ten, zerschneiden und versiegeln sie mit Verkehrswegen. Jede Sekunde verschwindet in der Schweiz 1 Quad-ratmeter Kulturland unter Beton und Asphalt.

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