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Eiertanz
Welche Ansprüche und Vorschriften die Eierproduzenten erfüllen
Die Kunden. In der Schweiz kauft ein Grossteil der Konsumentinnen und Konsumenten inländische Eier, da Schweizer Hühner artgerecht und tiergerecht gehalten werden. Auf den Preis schauen viele Kunden erst in zweiter Linie. Selbstverständlich müssen die Eier frisch und von einwandfreier Qualität sein.
Der Handel. Die Produzenten verkaufen die Eier über Eierhandelsfirmen und als Labelprodukte an den Detailhandel oder direkt an Grossverbraucher und Konsumenten. Im Handel spielt der Preis eine grosse Rolle, ebenso die Lieferbereitschaft. Am meisten Eier braucht es im November/Dezember und von Februar bis April. Im Sommer ist Marktflaute.
Das Gesetz. Das Tierschutzgesetz und andere Gesetze sowie Vorschriften der Abnehmer regeln die Haltung der Hühner. In Pflichtenheften sind die Masse der Ställe und ihre Einrichtung beschrieben, die Lüftung und Isolation, Fensterflächen und Beleuchtung, Raumgrösse und Einteilung, die Einrichtungen für die Fütterung, Tränke, für Bewegung und Auslauf.
Die Hygiene. Die Gesundheit und die Hygiene sind bei der Hühnerhaltung wichtig. Auch dazu gibt es gesetzliche Regeln – ebenso wie für das Sammeln, Sortieren, Lagern, Verpacken und Deklarieren der Eier. Der Eierproduzent erfüllt die Vorschriften im eigenen Interesse, denn nur gesunde Hühner legen wunschgemäss. Und nur qualitativ einwandfreie Eier lassen sich auf die Länge gut verkaufen.
Die Tiere. Hühner legen täglich ein Ei und machen etwa alle zehn Tage einen Tag Legepause – pro Jahr gibt das etwa 280 Eier. Im zweiten Jahr nimmt die Legeleistung ab. Der Produzent kann sich das wirtschaftlich nicht leisten, darum werden die Hühner als Suppenhühner geschlachtet und junge eingestallt. Der Wechsel der Herden und die Zeit bis zum Einstallen der jungen Hühner sind gut zu planen, damit bei hoher Nachfrage viele Eier und bei tiefer Nachfrage wenig Eier vorhanden sind.
Die Schlussrechnung. Pro Ei entstehen bei betriebswirtschaftlicher Berechnung Produktionskosten von durchschnittlich 25 Rappen. Diese Kosten sind bei den gängigen Abnahmepreisen des Handels nicht gedeckt. Der Fehlbetrag wird bei den Amortisationen eingespart, irgendwann wird das Kapital für Ersatzinvestitionen fehlen. Daher sind initiative Eierproduzenten dauernd daran, ihre Produktion wirtschaftlich zu verbessern.
