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Hackordnung

Umweltfreundlicher Maisanbau, und was es dazu braucht

 

Bodenprobleme. Mais keimt erst in warmen Böden von 10 bis 12 Grad Celsius. Darum wird er spät gesät, von Ende April bis Ende Mai. So aber bleibt der Boden bis Ende Mai unbedeckt, der Sonne und dem Regen ausgesetzt. Er kann verkrusten. Im Herbst wird der Mais oft spät geerntet. Wenn der Boden nass ist, wird er verdichtet und nimmt Schaden. Daher empfiehlt sich, höchstens 40 Prozent der Ackerfläche mit Mais zu bepflanzen, obwohl er mehrere Jahre hintereinander auf demselben Feld gedeiht (bei Streifen-Frässaat sind 50 Prozent der Ackerfläche möglich, bei Direktsaat 60 Prozent).

Saattechniken. In den letzten Jahren wurden neue Saattechniken entwickelt, um die Bodenschäden auf Maisfeldern zu vermeiden. Dabei geht es darum, den Boden mit einer Vorkultur zu durchwurzeln und zusammenzuhalten:

  • Wiesenumbruch: Der Bauer sät den Mais in ein Feld, das er im gleichen Frühjahr noch als Wiese genutzt und kurz vor der Maissaat gepflügt und hergerichtet hat.
  • Streifen-Frässaat: Der Bauer fräst einen Streifen in eine Wiese und legt den Maissamen darin ab. Das Gras stoppt er vor oder nach der Saat mit einem Herbizid, damit die jungen Maispflanzen aufkommen können.
  • Mulchsaat: Nach Getreide sät der Bauer im Herbst eine Gründüngung, die im Winter abstirbt. Im Frühling lockert er den Boden und sät den Mais in die Pflanzenreste (= Mulch) hinein. 
  • Direktsaat: Der Bauer spritzt eine Wiese mit einem Herbizid, damit der Grasbestand niedrig bleibt. Den Mais sät er dann ohne weitere Bearbeitung  direkt in den Boden.

 

Hackarbeit. Maiskulturen werden mit Vorteil gehackt. Das durchlüftet die Böden, beeinflusst den Wasserhaushalt günstig und fördert das Wachstum der Pflanzen. Beim Hacken kann man auch Stickstoffdünger einarbeiten, so dass sie von den Pflanzen aufgenommen werden und nicht als Ammoniak in die Luft verdunsten. Problemunkräuter wie Hirsen und Blacken lassen sich mit der Hacke allein nicht wegbringen, sondern nur  kombiniert mit einer Spritzung.

Zeitgrenzen. Trotz dieser Vorteile hacken nicht alle Landwirte ihre Maisäcker. Erstens muss der Boden zum Hacken gut abgetrocknet sein, sonst wird der Unterboden verdichtet statt gelockert. Zweitens braucht es für die Arbeit zwei Leute, einer fährt mit dem Traktor, einer steuert das Hackgerät. Daher beschränken sich viele Bauern – besonders auf Einmannbetrieben – auf die chemische Unkrautbekämpfung mit der Feldspritze.

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