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Powergras
Woher der Mais kommt und was in ihm steckt
Tropenpflanze. Mais ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Gräser (Gramineen). Kolumbus hat sie 1493 aus Südamerika mitgebracht. Seither hat man die Maispflanze durch Selektion (das heisst Auswahl und Vermehrung der geeignetsten Pflanzen) und gezielte Züchtung vom tropischen Klima an unser gemässigtes Klima angepasst. Noch immer braucht der Mais aber eine minimale Temperatur von 6 bis 8 Grad Celsius um zu wachsen.
Leistungskraft. In der Schweiz wird Mais erst seit 1960 verbreitet als Futterpflanze angebaut. Die Hybridzüchtung machte es möglich, das ist eine spezielle Züchtungsmethode, die so funktioniert: Mais ist eine einhäusige Pflanze, das heisst an ein und derselben Pflanze stehen männliche und weibliche Blüten (Fahnen und Kolben). Durch Selbstbestäubung einer Pflanze schafft man Inzucht-Nachkommen. Kreuzt man nun solche Inzucht-Nachkommen miteinander, übertreffen deren Nachkommen die Leistungen der Elternpflanzen deutlich. Der Hybridmais ist in der Schweiz in den letzten 40 Jahren zu einer wichtigen Futterpflanze geworden.
Wachstumsschub. Bei 28 bis 33 Grad Celsius wächst der Mais am besten. Bei den warmen Temperaturen und weil die Pflanzen dann mit 14 bis 20 Blättern eine grosse Assimilationsfläche haben, erfährt der Mais im Juli einen wahren Wachstumsschub. Gleichzeitig beginnen die Pflanzen auch zu blühen.Maisböden. Maisböden sollen tief gründen, und dazu nährstoffreich und regelmässig mit Wasser versorgt sein. Staunasse Böden eignen sich nicht; auf verdichteten, schlecht drainierten, verschlämmten Böden kümmern die Maispflanzen und können ihre Kraft nicht entwickeln.
Futterwert. Heute bringt der Mais in guten Lagen grosse Futtermengen für Rinder und Schweine. Auf einer Hektare Fläche (= 100 x 100 Meter) wachsen durchschnittlich 16 Tonnen Trockensubstanz mit einem hohen Gehalt an gut verdaulicher Energie. Zum Vergleich: Auf einer ertragreichen Wiese gewinnt man nur 13 Tonnen Trockensubstanz.
