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Sonnenkrone

Warum Niederstamm-Obstkulturen eine gute Produktionsform sind.

 

Wie man auf Niederstämme gekommen ist. In einer Obstkultur mit niedrig wachsenden Bäumen kann man mit weniger Arbeitskräften mehr Obst produzieren als in einem Obstgarten mit Hochstämmen. Niederstämme lassen sich maschinell besser bearbeiten und die Handarbeiten wie Schnitt, Ausdünnen überzähliger Früchte, Ernte gehen bequemer und rationeller. Dies ist notwendig, damit die Obstbauern ihr Obst zu marktgängigen Preisen verkaufen und sich einen Arbeitslohn erwirtschaften können.

Wie man Niederstämme heranzieht. Obstbäume wachsen nicht auf eigener Wurzel. Es werden so genannte Unterlagen herangezogen und darauf werden speziell gezüchtete Obstsorten aufgepfropft. Stark wachsende Unterlagen bilden Hochstämme. Für Niederstämme verwendet man schwach wachsende Unterlagen mit spezifischen Eigenschaften wie Fruchtansatz, Fruchtgrösse, Ertragseintritt nach weniger oder mehr Jahren, Anfälligkeit auf Frost, Kälte, Trockenheit usw. Für Äpfel eignen sich Apfel-Unterlagen, für Birnen meist Quitten. Schwächere Unterlagen für Niederstamm-Kirschen und -Zwetschgen gibt es erst seit etwa zehn Jahren.

Pflanzung einer Niederstammanlage. Eine Obstanlage muss gut geplant sein: Der Obstbauer wird sie wenn möglich in Nord-Süd-Richtung anlegen, damit die Bäume optimal belichtet sind. Möglichst lange Reihen sind ideal für die maschinelle Bearbeitung, da man mit dem Traktor weniger wenden muss. Die Reihenabstände sind abhängig von den verwendeten Maschinen, der Obstart und der Sorte, der Form und den Wuchseigenschaften der Bäume sowie der Sonnenscheindauer am Ort. Im kühleren Klima der Alpennordseite ist es besonders wichtig, dass die Kronen maximal belichtet sind. Das Obst wird besser reif und schmackhafter und es bleibt eher frei von Schorf.

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