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Erdöl
Welche Vorzüge hat das Rapsöl?
Ackeröl. Im Vergleich zum Erdöl, das in tiefen Erdschichten liegt, kommt Rapsöl aus der obersten Bodenschicht. Die Samen werden 1 bis 2 Zentimeter tief gesät, die Wurzeln der ausgewachsenen Pflanzen reichen bis 2 Meter tief, tiefer als die Wurzeln der meisten übrigen Ackerpflanzen.
Fruchtfolge. Im Vergleich zum Erdöl, das sich nicht erneuert, kann Raps alle vier bis sieben Jahre wieder auf demselben Boden wachsen. In der Landwirtschaft wechselt man die Folge der Kulturen, um den Böden ausgewogen Nährstoffe zu entziehen und um ein Gleichgewicht der Bodenlebewesen zu erhalten. Ohne dieses Gleichgewicht vermehren sich Schädlinge und verbreiten sich Krankheiten.
Speiseöl. Im Vergleich zum Erdöl, das als Brennstoff und Industrierohstoff verwendet wird, dient Raps zuerst der Ernährung von Menschen und Tieren: Rapsöl ist (neben Sonnenblumenöl) das einzige einheimische Speiseöl. Es gibt auch kaltgepresstes Rapsöl, das besonders wertvoll für die Ernährung ist. Beim Pressen der Rapskörner bleibt der Rapskuchen zurück. Er ist eiweissreich und wird – anstelle von importiertem Soja-Extraktionsschrot – dem Futter von Rindern, Schweinen und Hühnern beigemischt.
Biodiesel. Im Vergleich zum Erdöl, das Luft, Erde und Wasser verschmutzt, ist Rapsöl umweltfreundlich. Es ist CO2-neutral, das heisst: die Rapspflanzen nehmen beim Wachsen soviel CO2 auf, wie sie später bei der Verbrennung frei setzen. Aus Rapsöl wird in einem Fabrikationsprozess Rapsmethylester hergestellt, der sich zum Betrieb von Dieselmotoren eignet. Schmieröle aus Raps sind nach drei Wochen fast abgebaut. Daher eignen sie sich ideal für Kettensägen, Baumaschinen, Bootsmotoren, überall wo Erdreich und Wasser geschützt werden müssen.
