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Frühreife

Was alles den Anbau von Sonnenblumen ermöglicht

 

Das warm-trockene Klima. Sonnenblumen stammen ursprünglich aus warm-trockenen (ariden) Gebieten Nordamerikas. Die ältesten Pflanzenteile von Sonnenblumen wurden in Colorado und Neu Mexiko gefunden. Sonnenblumen für die Ölproduktion brauchen viel Wärme und wenig Regen und sie ertragen keinen Nebel, besonders in der Zeit der Körnerreife im August und September. Das Schweizer Klima ist also nicht ideal für Sonnenblumen.

Die frühe Reife.  Im Schweizer Klima sollen die Sonnenblumen möglichst frühzeitig ausgereift sein. Erste Versuche mit Sonnenblumen in den Sechziger- und Siebziger-Jahren versprachen wenig Erfolg. Neue Züchtungen von sehr frühreifen Sorten brachten anfangs der Neunziger-Jahre den Durchbruch. Trotzdem: für Sonnenblumen eignen sich nur Gebiete mit warmem, trockenem Klima und mit wenig Nebel. Höhenlagen von 550 bis 600 Metern über Meer sind Grenzlagen.

Die Qualität des Bodens. Die Sonnenblume ist eher anspruchslos bezüglich Bodenqualität. Der Boden soll aber gut durchlüftet sein, ohne verdichtete Stellen, und er soll wenig Stickstoff enthalten.

Das Können der Landwirte. Auf einer Hektare (einem Feld von 100 mal 100 Metern) stehen 60'000 Sonnenblumen. Pro Quadratmeter wachsen also sechs Sonnenblumen; der Reihenabstand misst 50 Zentimeter. Hacken fördert den Ertrag. Stickstoff muss richtig dosiert werden; zuviel Stickstoff verzögert die Reife, macht die Pflanzen krankheitsanfällig und vermindert ihre Standfestigkeit. Die Kerne werden idealerweise ausgedroschen, wenn sie noch 10 bis 12 Prozent Wasser enthalten.

Die Verträge mit den Ölwerken.  Wer Sonnenblumen zur Ölproduktion anbauen will, muss vorher einen Anbauvertrag mit einem der zwei Schweizer Ölwerke abschliessen, mit der Firma Florin in Muttenz BL oder SABO in Manno TI. Die Abnahmemengen werden jährlich neu ausgehandelt: Für die Ernte 2006 waren es 20'000 Tonnen.

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