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Schlaglicht
Warum es sinnvoll ist, die Wälder regelmässig zu durchforsten.
Rendite verbessern. Vom wirtschaftlichen Ertrag her rentiert die Waldarbeit heute kaum noch. Das ist einer der Gründe, dass im Privatwald im Durchschnitt etwa ein Viertel weniger Holz genutzt wird als im öffentlichen Wald. Privatwald ist oft auch kleinflächiger und zerstückelter als der öffentliche Wald. Die Erschliessung ist schlechter und somit ist die Holzernte aufwändiger. An verschiedenen Orten schliessen sich Bauern und andere private Waldbesitzer zusammen, um den Wald gemeinsam zu bewirtschaften. Damit erhöhen sie die Effizienz und die Sicherheit der Waldarbeit.
Verjüngung fördern. Der regelmässige Holzschlag wirkt positiv auf die natürliche Waldverjüngung und die Artenvielfalt im Wald. Es entstehen gesunde Mischbestände aus Laub- und Nadelbaumarten verschiedener Stärke und Höhe. Solche Wälder widerstehen Stürmen, Schneebruch und Schädlingen besser als gleichförmige Monokulturen.
Holzernte steigern. Es wäre sinnvoll, wenn wir in der Schweiz viel mehr inländisches Holz als Rohstoff und Brennstoff brauchen würden. Schon seit Jahrzehnten wird nämlich im Schweizer Wald weniger Holz geschlagen als nachwächst. Fast 10 Millionen Kubikmeter Holz wachsen im Jahr. Geerntet werden aber nur etwa 4,5 Millionen Kubikmeter. Die Schweiz hat einen Holzverbrauch von 7,5 Millionen Kubikmeter, und man könnte die Holzernte problemlos auf diese Menge steigern. Es würde sich sogar positiv auswirken auf die Funktionen des Waldes.
Funktionen erhalten. Ein gesunder Wald erfüllt lebenswichtige Funktionen für uns alle:
- Wald schützt weite Gebiete vor Lawinen, Steinschlag, Erdrutsch, Bodenabschwemmung, Rüfen, Überschwemmung und Sturmwind.
- Wald ist eine Quelle nachwachsender Rohstoffe: Bauholz, Möbelholz, Energieholz, Papierholz, Industrieholz.
- Wald ist Erholungs- und Erlebnisraum. Er ist ein Ort der Ruhe. Er reinigt die Luft und reichert Sauerstoff an. Er prägt und verschönert die Landschaft.
- Wald ist in der intensiv besiedelten und genutzten Landschaft ein Naturraum, in dem 70 Prozent unserer Tier- und Pflanzenarten leben.
