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Kaugummi

Wie der Weizen der Ernte entgegenwächst

 

Keimen und bestocken. Das Weizenkorn keimt nach der Saat im feuchten Boden. Es bilden sich erste Wurzeln, dann wachsen das Keimblatt und weitere Blätter. In einer nächsten Phase beginnt die Weizenpflanze zu bestocken, das heisst, sie entwickelt mehrere Halme. 

Schossen und Ähren schieben. Winterweizen (im Herbst gesät) braucht eine Zeit mit Temperaturen um 0 Grad, bevor die Pflanze schosst, das heisst in die Länge wächst. Während des Schossens entwickelt sich die Ähre und schiebt sich im Innern des Halmes nach oben.

Blühen und befruchten. Wenn die Ähre ganz ausgebildet ist, blüht sie. Weizen ist ein Selbstbefruchter, das heisst die Befruchtung findet innerhalb der von Spelzen umhüllten Blüte statt.

Reifen.  In der Reifephase lagert die Weizenpflanze Reservestoffe (vor allem Stärke) in die Körner ein und färbt sich von unten nach oben gelb. Der Wassergehalt geht gleichzeitig laufend zurück. Es gibt vier Reifephasen:

  • Milchreife. 50 bis 60 % Wasser. Die Körner haben das grösste Volumen und Gewicht. Sie sind noch grün.
  • Teigreife (auch: Gelbreife). 30 % Wasser. Die Reservestoffe sind fertig eingelagert. Körner und Halme werden gelb. Die Körner schrumpfen, ihr Inhalt ist wachsartig und knetbar. Sie lassen sich über den Daumennagel brechen.
  • Vollreife. 20 bis 25 % Wasser. Die Körner werden hart. Die Ähren beginnen sich zu biegen, sie "bögeln". Manch neue Sorte bögelt aber nicht mehr und ist – weil Wasser in die Ähre fliesst – anfälliger auf Auswuchs. Auswuchs heisst, dass die Körner an der Ähre zu keimen beginnen.
  • Totreife. 14 bis 16 %. Die Pflanzen verlieren das leuchtende Gelb, das Stroh wird spröde. Der Bauer muss, wetterabhängig, den richtigen Termin zum Dreschen finden. Bei anhaltend feuchtem Wetter entsteht Auswuchs, das Getreide ist dann für den Bäcker unbrauchbar.

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