Inhalt - Kernkraft
Kernkraft
Was alles im Weizenkorn eingepackt ist
Die Samenschalen des Weizenkorns (15 Prozent des Korngewichts) enthalten Zellulose, Mineralstoffe und Farbstoffe, dazu viel Eiweiss und Vitamine. Beim Mahlen gehen die Aussenschichten als Kleie weg, ausser im Vollkornmehl, das zu 98 % des Weizenkorns vermahlen wird (Mahlgrad 98 %). Vollkornmehl enthält daher mehr Eiweiss, Fett, Mineralsalze, Rohfaser und Vitamin B1 als Ruchmehl (Mahlgrad 80 %), Halbweissmehl (Mahlgrad 72 %) oder Weissmehl (Mahlgrad 20 %).
Der Mehlkörper (82,5 Prozent des Korngewichts) besteht vor allem aus Stärkekörnern. Dazwischen hat es Eiweiss, das „Kleber“ genannt wird. Der Kleber bestimmt die Backeigenschaften des Mehls: Er bildet im Brotteig ein dehnbares Gerüst, das sich beim Backen verfestigt. Der Gehalt und die Zusammensetzung des Klebers ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Weizens. Die Kleberqualität ist verschieden je nach Weizensorte; die Klebermenge ist verschieden je nach Stickstoffdüngung. Der Mehlkörper enthält neben Stärke und Eiweiss auch Zucker, Mineralien und wenig Vitamine.
Der Keimling (2,5 % des Korngewichts) ist eine komplette Miniaturpflanze, die aus Wurzel-, Spross- und Blattanlage besteht. Sie entwickelt sich nach der Saat zur neuen Weizenpflanze.
Der Preis für Weizen. Für Schweizer Weizen, Top Qualität, löst eine Bauernfamilie im Jahr 2005 noch einen Preis von etwa 57 Franken pro 100 Kilogramm. 15 Jahre früher zahlte der Bund, der damals alles Brotgetreide übernahm, 108 Franken.
