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Vehfreude
Wie die Bauern die Wiesen verschieden nutzen können
Wiesenpflanzen. Auf Wiesen und Weiden wachsen Gräser, Kräuter und Klee. Für die Fütterung der Tiere wünscht der Bauer viel Futter von hohem Nährwert. Am ertragreichsten sind die schmalblättrigen Gräser. Kleearten sind erwünscht wegen ihres Eiweissgehaltes und weil sie im Boden mit den Knöllchenbakterien Stickstoff anreichern. Kräuter braucht es nur in beschränkten Mengen. Sie machen das Futter schmackhaft und enthalten viel Kalzium und Magnesium.
Blumenwiesen. Auf Wiesen, die nur wenig (extensiv) genutzt werden (jährlich ein bis drei Mal geschnitten und nicht gedüngt), können die Pflanzen blühen. Blumenwiesen verschönern die Landschaft und sind wertvoller Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. (Lesen Sie dazu die Infos zu den Lockpfosten "Extensivwiesen".)
Heumatten, wie man sie von früher noch kennt, sind in den letzten Jahrzehnten grösstenteils verschwunden. Die wenigen, die es noch gibt, werden wenig intensiv genutzt, das heisst spät geschnitten und mässig gedüngt. Farbenfroh verschönern sie die Landschaft, bringen aber nur die Hälfte des Ertrages einer intensiv genutzten Wiese (5 bis 6,5 Tonnen Futter pro Hektare). Das Heu einer solchen Wiese eignet sich zum Verfüttern an Aufzuchtrinder und Pferde. Das qualitativ wertvollere Emd (zweiter Schnitt) kann man auch den Milchkühen vorlegen. Wenn diese Wiesen mehr gedüngt und häufiger genutzt werden, steigt der Anteil erwünschter Gräser und damit der Ertrag und der Futterwert der Ernte. Bei dieser sogenannt mittelintensiven Nutzung verschwinden aber die Blumen.
Raigraswiesen. Sehr häufig geschnittene oder beweidete und regelmässig gedüngte Wiesen enthalten mehr Gräser, z.B. die futterbaulich interessanten Raigräser und das Wiesenrispengras. Je nach Wiesentyp und Standort erbringen diese intensiv bewirtschafteten Wiesen pro Hektare und Jahr 10 bis 13 Tonnen Gras von bester Qualität.
Abgestufte Bewirtschaftung. Es liegt im Interesse der Natur und der biologischen Artenvielfalt, die Wiesen und Weiden angepasst zu bewirtschaften. Der Bauer wird die Wiesen fleissig nutzen, die sich bezüglich Klima, Höhenlage, Bodentyp, Wasserhaushalt und Nährstoffversorgung für eine intensive Produktion eignen,. Andere Standorte wird er wenig intensiv oder gar extensiv bewirtschaften.
