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Dem Tierwohl verpflichtet

Das strenge Schweizer Tierschutzgesetz schützt das Wohlergehen und die Würde unserer Nutztiere und geniesst international Vorbildcharakter. Tierschutzgesetz regelt, wie viel Platz jede Tierart im Stall mindestens haben muss, wie viel Auslauf, wie viele Tiere pro Betrieb maximal erlaubt sind oder wie und wie lange sie transportiert werden dürfen. Keinem Tier darf Schmerz, Leid oder Schaden zugefügt werden. schmerzhafte Eingriffe sind verboten oder bedingen eine fachgerechte Betäubung, z.B. das Enthornen der Kälber oder Kastrieren der Schweine. Den Schweizer Bauern ist es wichtig, dass es ihren Kühen, Schweinen oder Geflügel gut geht, denn nur gesunde Tiere sind auch wirtschaftliche Tiere.

Keine Massentierhaltung

Bei Geflügel und Schweinen haben wir vorgeschriebene Höchsttierbestände. Ein Hühnerstall darf maximal 18 000 erwachsene Tiere beherbergen. In Deutschland findet man Betriebe, die 600 000 Hühner halten. Bei den Mastschweinen ist die Zahl auf 2000 Tiere, bei Zuchtsauen auf 250 Tiere pro Betrieb begrenzt. Die Schweiz fördert die artgerechte Tierhaltung von Nutztieren. 82% aller Kühe und Rinder profitieren von regelmässigem Auslauf ins Freie und mehr als die Hälfte sind in Ställen zuhause, die als besonders tierfreundlich gelten. Tendenz steigend.

Unzufrieden?

Finden Sie das Schweizer Tierschutzgesetz unzureichend? In diesem Fall können Sie aus zahlreichen Label auswählen, die dem Tierwohl einen noch höheren Stellenwert einräumen: Schweizer Biofleisch, Weide- und Naturabeef oder IP-Suisse, um einige Beispiele zu nennen. Das Angebot folgt der Nachfrage. Der Labelanteil beträgt heute je nach Tierkategorie zwischen 15 und 40 Prozent. Es gibt also Luft nach oben. Klar ist allerdings auch, dass jede Art zusätzlicher Anforderungen an die Haltung oder Fütterung höhere Kosten mit sich bringt. Maximales Tierwohl und minimale Preise passen nicht zusammen.

Tierhaltung ist sinnvoll

Wir brauchen Tiere, um unser weit verbreitetes Grasland zu nutzen. Das macht sie unentbehrlich für die Landschaftspflege und das Landschaftsbild. Nutztiere produzieren zudem Mist und Gülle, welche die Bodenfruchtbarkeit fördern. Tierische Produkte sind wertvolle Lebensmittel. Fazit: Lieber einmal ein Gnagi oder Kutteln statt Filet und Entrecôte und dafür bewusst Schweizer Fleisch – vielleicht sogar aus Labelproduktion – geniessen.

Miniatur

Schildertext «Miniatur»
Unsere Tierschutzbestimmungen gehören zu den strengsten der Welt. Höchstbestände verhindern eine industrielle Massentierhaltung. Bei den Hühnern sind z.B. maximal 18’000 Tiere erlaubt. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es Betriebe mit 600’000 Hühnern im gleichen Stall.

Wohnqualität

Schildertext «Wohnqualität»
Die Schweiz fördert die artgerechte Tierhaltung von Nutztieren. 82% aller Kühe und Rinder profitieren von regelmässigem Auslauf ins Freie und mehr als die Hälfte sind in Ställen zuhause, die als besonders tierfreundlich gelten. Tendenz steigend!

Fleischlust

Schildertext «Fleischlust»
Nutztiere verwerten unser Gras. Daraus produzieren sie nebst Fleisch, Milch oder Eiern auch Mist und Gülle als natürliche Dünger. Der Nährstoffkreislauf schliesst sich dadurch. Massvoll Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren essen, ist deshalb ökologisch sinnvoll.